Ein Vertrag als PDF, ein Bericht, den Sie überarbeiten müssen, ein Brief, dessen Word-Datei verloren ging: Oft will man den Text aus einem PDF wieder bearbeiten. Mit einem Browser-Tool können Sie PDF in Word umwandeln, ohne die Datei hochzuladen. Dieser Ratgeber erklärt, was dabei übernommen wird, was nicht, warum Scans eine Sonderrolle haben und welche Alternativen es gibt.
Ein PDF ist für die Darstellung gemacht, nicht fürs Bearbeiten. Es speichert, an welcher Stelle der Seite welche Zeichen stehen, nicht aber Absätze oder Formatvorlagen wie in Word. Das Werkzeug PDF in Word liest den Text aus den Seiten und schreibt ihn in eine .docx-Datei, die Sie in Word, LibreOffice oder Google Docs öffnen können. Der Fokus liegt auf dem Text: Sie bekommen Inhalte zum Weiterverwenden, Korrigieren und Umformulieren.
Alles geschieht auf Ihrem Gerät, es ist weder eine Anmeldung noch ein Konto nötig.
Übernommen wird der Text des PDFs. Nicht erhalten bleiben Bilder, Tabellen, Überschriftenformatierungen und das genaue Layout mit Spalten, Rahmen und Kopf- und Fußzeilen. Rechnen Sie also damit, dass Sie nach der Umwandlung Absätze, Überschriften und Aufzählungen neu gestalten müssen. Das Tool eignet sich daher gut, um Inhalte weiterzuverwenden, aber nicht, um ein komplex gestaltetes Dokument originalgetreu nachzubauen. Wer Wert auf das exakte Aussehen legt, sollte nach Möglichkeit die ursprüngliche Word-Datei verwenden.
Viele PDFs sind in Wahrheit Bilder: Ein Scan oder ein abfotografiertes Dokument enthält keine Textzeichen, sondern nur Pixel. Das Tool führt keine Texterkennung (OCR) durch und findet in solchen Dateien deshalb keinen Text. Ein einfacher Test: Versuchen Sie im PDF-Betrachter, ein Wort zu markieren. Lässt es sich markieren und kopieren, enthält die Datei Text. Lässt es sich nicht markieren, handelt es sich um einen Scan. Für Scans brauchen Sie ein Programm mit OCR, oder Sie tippen den Text ab.
Ein Vertrag mit 12 Seiten und rund 400 Wörtern pro Seite enthält etwa 4.800 Wörter. Liegt er als Textdatei-PDF vor, steht der Text nach der Umwandlung in Sekunden zur Verfügung, und Sie müssen nur Überschriften und Nummerierungen neu formatieren. Ist es dagegen ein Scan, gibt es ohne OCR nichts zu übernehmen, und das Abtippen wäre ein Aufwand von vielen Stunden. Prüfen Sie deshalb vorher, welche Art PDF Sie haben.
Verträge, Zeugnisse und Berichte enthalten oft persönliche oder geschäftliche Daten. Das Tool arbeitet vollständig im Browser: Ihre PDF-Datei wird nicht auf einen Server hochgeladen und bleibt auf Ihrem Gerät. Die Nutzung ist kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Wasserzeichen. Bedenken Sie trotzdem, wo Sie die fertige DOCX-Datei speichern und mit wem Sie sie teilen.
Sie finden nur noch die PDF-Fassung Ihres Lebenslaufs und wollen ihn aktualisieren. Nach der Umwandlung haben Sie den Text in einer DOCX-Datei, müssen aber Spalten, Fotos und Zwischenüberschriften neu aufbauen. Oft ist es sinnvoller, den Text zu übernehmen und das Layout neu zu gestalten, zum Beispiel mit dem Lebenslauf-Maker, statt das alte Design zu rekonstruieren. Das spart Zeit und liefert am Ende ein sauberes, einheitliches Dokument.
Prüfen Sie nach der Umwandlung besonders Umlaute, Sonderzeichen und Zahlen, denn hier können einzelne Zeichen falsch erkannt oder übernommen sein.
Wenn Sie nur wenige Absätze brauchen, ist Kopieren und Einfügen aus dem PDF-Betrachter oft am schnellsten. Textverarbeitungsprogramme können PDFs teilweise selbst öffnen und konvertieren, mit unterschiedlicher Qualität. Wer das Layout erhalten muss, braucht spezialisierte Software oder die Originaldatei. Für den umgekehrten Weg, also Word in PDF, nutzen Sie Word in PDF. Ist das fertige PDF zu groß für den Versand, hilft PDF komprimieren.
Planen Sie nach der Umwandlung eine kurze Korrekturrunde ein: Lesen Sie den Text einmal vollständig gegen das Original, vor allem bei Verträgen und Zahlen, bevor Sie ihn weiterverwenden oder verschicken.
Auch Fußnoten, Seitenzahlen und Kopfzeilen tauchen mitunter mitten im Fließtext auf. Löschen Sie diese Stellen und fügen Sie Seitenzahlen später über die Funktion Ihres Textprogramms neu ein, dann bleibt die Nummerierung korrekt.
PDF auswählen, auf „In Word umwandeln“ tippen und die .docx-Datei herunterladen. Kostenlos und ohne Anmeldung.
Nein. Es wird nur der Text übernommen. Bilder, Tabellen und das genaue Layout bleiben nicht erhalten.
Nein. Scans bestehen nur aus Bildern und bräuchten eine Texterkennung (OCR), die das Tool nicht bietet.
Nein. Die Umwandlung läuft in Ihrem Browser, die Datei verlässt Ihr Gerät nicht.
Eine .docx-Datei. Sie lässt sich in Word, LibreOffice und Google Docs öffnen und bearbeiten.