Wer ein Dokument aus den USA öffnet oder an ein US-Unternehmen schickt, merkt schnell: Papierformate sind nicht überall gleich. DIN A4 ist in Europa Standard, in Nordamerika dominiert US Letter. Dieser Ratgeber erklärt das System hinter den A-Formaten, nennt die wichtigsten Maße in Millimetern, Zoll und Pixeln und zeigt, wie Sie beim Drucken und beim PDF-Erstellen Skalierungsprobleme vermeiden.
Die A-Reihe nach DIN 476 beziehungsweise ISO 216 folgt einer einfachen Idee: Das Seitenverhältnis beträgt 1 : √2, also etwa 1 : 1,414. Dadurch ergibt jede Halbierung der längeren Seite wieder ein Blatt mit demselben Verhältnis. A0 hat eine Fläche von einem Quadratmeter, A1 ist die Hälfte davon, A2 wieder die Hälfte und so weiter bis A4 und A5. Praktisch bedeutet das: Verkleinern oder vergrößern Sie ein A4-Dokument auf A3 oder A5, bleibt der Inhalt verzerrungsfrei und Ränder passen proportional.
Diese Angaben müssen Sie nicht auswendig lernen: Der Papierformat-Umrechner schlägt DIN A4, A3, Letter und weitere Formate in Millimetern, Zoll und Pixeln nach.
US Letter ist etwa 6 mm breiter und 18 mm kürzer als A4. Das wirkt wenig, hat aber Folgen. Ein A4-Dokument auf Letter-Papier gedruckt verliert entweder am unteren Rand Text, oder es wird automatisch verkleinert. Umgekehrt bleibt bei Letter-Dokumenten auf A4 ein Streifen oben und unten leer. Besonders auffällig ist das bei Bewerbungsunterlagen, Verträgen und Formularen mit festen Rändern. Wer für beide Märkte produziert, wählt Ränder großzügig und platziert wichtige Inhalte nicht direkt an der Kante.
Für Bilder, Scans und PDFs brauchen Sie oft Pixelwerte. Sie ergeben sich aus der Auflösung in dpi (Punkte pro Zoll). Für A4 gilt:
Rechenweg bei 300 dpi: 210 mm ÷ 25,4 = 8,27 Zoll, mal 300 ergibt rund 2.480 Pixel. Für die Breite eines Letter-Blatts rechnen Sie 8,5 × 300 = 2.550 Pixel. 300 dpi gelten als gute Druckqualität, für reinen Bildschirmgebrauch genügen oft 150 dpi, das spart Dateigröße.
Wenn Sie Fotos oder Scans zu einem PDF zusammenstellen, entscheidet die Seitengröße über das Druckergebnis. Für Dokumente in Europa wählen Sie A4, für US-Empfänger Letter. Mit dem Werkzeug JPG in PDF können Sie neben dem Anpassen der Seite an das Bild auch A4 oder Letter einstellen und einen Rand festlegen. Hochformat-Fotos füllen eine A4-Seite besser als Querformat-Bilder, die Sie gegebenenfalls drehen sollten.
Briefumschläge folgen der C-Reihe: Ein C4-Umschlag nimmt ein ungefaltetes A4-Blatt auf, C5 nimmt A5 oder ein einmal gefaltetes A4. Der verbreitete DL-Umschlag passt zu einem zweimal gefalteten A4-Blatt. Visitenkarten sind dagegen nicht genormt wie die A-Reihe, in Europa sind 85 × 55 mm verbreitet, in den USA 3,5 × 2 Zoll. Wer Drucksachen international bestellt, sollte die Maße immer in Millimetern angeben und nicht nur den Formatnamen.
Sie bewerben sich bei einem deutschen und bei einem amerikanischen Unternehmen. Für die deutsche Bewerbung erstellen Sie die Unterlagen als A4-PDF, zum Beispiel mit dem Lebenslauf-Maker. Für die US-Bewerbung exportieren Sie dasselbe Dokument zusätzlich auf Letter. Prüfen Sie dann die Seitenumbrüche: Da Letter 18 mm kürzer ist, rutscht manchmal die letzte Zeile auf eine neue Seite. Kürzen Sie lieber den Text oder verkleinern Sie die Ränder minimal, statt eine fast leere zweite Seite zu verschicken.
Die Faustregel lautet: Erst das Zielformat festlegen, dann gestalten, nicht umgekehrt. So vermeiden Sie nachträgliche Skalierung und unscharfe Schrift.
Seitenformat und Bildauflösung bestimmen die Dateigröße. Ein PDF mit zehn Fotos in 300 dpi kann schnell zu groß für ein E-Mail-Postfach werden. Dann hilft PDF komprimieren. Alle genannten Werkzeuge arbeiten im Browser: Ihre Dateien werden nicht hochgeladen und bleiben auf Ihrem Gerät, ohne Anmeldung und ohne Wasserzeichen.
Wer unsicher ist, welches Format der Empfänger nutzt, schickt am besten ein PDF: Es behält seine Seitengröße, und der Empfänger kann beim Drucken selbst entscheiden, ob er skaliert.
DIN A4 misst 210 × 297 mm, das entspricht etwa 8,27 × 11,69 Zoll.
Letter (215,9 × 279,4 mm) ist etwas breiter und kürzer als A4. Beim Drucken ohne Anpassung können deshalb Ränder abgeschnitten werden.
Bei 300 dpi sind es etwa 2.480 × 3.508 Pixel, bei 150 dpi etwa 1.240 × 1.754 Pixel.
So ergibt jede Halbierung der langen Seite wieder dasselbe Seitenverhältnis. Dadurch lässt sich zwischen A-Formaten ohne Verzerrung skalieren.
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